Mit einem gelungenen Auftakt startete kürzlich eine neue Kooperation zwischen dem Verein Weltacker/Njiva zemljanov, der Pädagogischen Hochschule Kärnten, der Pädagogischen Fachvereinigung Kärnten – Strokovno pedagoško združenje und der Europaschule St. Michael. Im Mittelpunkt des Treffens stand das gemeinsame Ziel, den Weltacker als innovativen Lernort für nachhaltige und mehrsprachige Bildung weiterzuentwickeln.
Studierende der Pädagogischen Hochschule Kärnten, die sich auf den Beruf als zweisprachige Lehrer:innen vorbereiten, nutzten die Gelegenheit, den Weltacker erstmals intensiv kennenzulernen. Dabei wurde deutlich, wie praxisnah nachhaltige Themen im schulischen Kontext vermittelt werden können.
Die Obfrau des Vereins Weltacker/Njiva zemljanov, Dipl.-Ing. Sandra Krausler, zeigte sich über den erfolgreichen Start der Zusammenarbeit sehr erfreut. Sie betonte, dass diese Kooperation neue Möglichkeiten eröffne, Bildung mit praktischen Erfahrungen zu verbinden und junge Menschen frühzeitig für nachhaltiges Denken und verantwortungsvolles Handeln zu sensibilisieren.
Direktor Danilo Katz, zugleich Vorsitzender der Pädagogischen Fachvereinigung Kärnten und Gründungsmitglied des Vereins Weltacker, stellte in seiner Präsentation mögliche Eckpfeiler der zukünftigen Zusammenarbeit vor. Er unterstrich besonders den bewusstseinsbildenden Charakter des Weltackers sowie dessen wichtige Bildungsfunktion. Der Weltacker biete ideale Voraussetzungen, um nachhaltige Themen verständlich zu vermitteln und das Lernen in realen Zusammenhängen zu ermöglichen.
Von Seiten der Pädagogischen Hochschule Kärnten unterstrichen Dr. Sabina Buchwald und Mag. Eva Hartmann den hohen Mehrwert dieser Kooperation. Sie bezeichneten die Zusammenarbeit als klassische Win-Win-Situation, von der sowohl die Studierenden als auch die Bildungseinrichtungen profitieren würden. Künftig sollen sich Studierende intensiv mit den grundlegenden Bildungsprinzipien und Leitideen des Weltackers auseinandersetzen und diese im Rahmen ihrer Unterrichtspraxis erproben und weiterentwickeln.
Die Bildungsbeauftragte des Weltackers, Dr. Ulrike Wagner, gab einen umfassenden Überblick über die bereits erfolgreich umgesetzten Projekte der vergangenen Jahre. Sie zeigte auf, wie vielfältig der Weltacker als Lernort genutzt werden kann und welche Chancen sich daraus für unterschiedliche Altersgruppen ergeben.
Im Anschluss erläuterte Dr. Štefan Merkač die Grundidee der internationalen Weltäcker und verdeutlichte anhand der sogenannten 2000-m²-Idee, wie die weltweite Ackerfläche rechnerisch auf die Weltbevölkerung verteilt ist. Diese anschauliche Darstellung trägt wesentlich dazu bei, globale Zusammenhänge rund um Ernährung, Ressourcen und Nachhaltigkeit besser zu verstehen.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Präsentation der neuen Weltacker-Hütte durch den stellvertretenden Vorsitzenden Martin Jernej. Die Hütte wird künftig als zentraler Treffpunkt dienen und vielfältige Funktionen übernehmen: Sie bietet Platz für Gruppenarbeiten, Workshops und Unterrichtseinheiten, dient als Lager für Werkzeuge und Materialien und ermöglicht auch bei ungünstiger Witterung ein kontinuierliches Arbeiten am Weltacker.
Der ereignisreiche Tag fand seinen gemütlichen Ausklang im „Gšeft“, einer regionalen Biogreißlerei mit Café im Ortszentrum von St. Michael. In angenehmer Atmosphäre wurden Eindrücke ausgetauscht und erste Ideen für zukünftige Projekte weiterentwickelt.
Mit dieser neuen Kooperation wird ein bedeutender Schritt gesetzt, um den Weltacker/Njiva zemljanov als zukunftsweisenden Lernort weiter auszubauen und nachhaltige sowie mehrsprachige Bildung langfristig zu stärken.


